In Lauerstellung – VfR Friesenheim peilt Aufstieg an

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Wenn es um die Aufstiegskandidaten der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz geht, dann fallen meist die Namen ESV Ludwigshafen, VfR Frankenthal und TSG Eisenberg. Doch hinter diesem Spitzentrio behauptet sich der VfR Friesenheim und hat so ganz nebenbei eine tolle Serie aufgestellt. Seit 15 Begegnungen sind die Friesenheimer ohne Niederlage. „Trotzdem kommen wir in der Tabelle seit Wochen nicht richtig vorwärts“, spielt Trainer Toni Maric (33) auf Platz vier an, der abonniert scheint. Der hat aber auch Vorteile. „Die Verfolgerrolle ist gar nicht so schlecht. In der vergangenen Runde waren wir gut gestartet und wurden dann gejagt. Jetzt sind wir die Jäger“, erklärt der Coach. Der VfR fühlt sich im Windschatten wohl und kann dem weiteren Saisonverlauf entspannt entgegenblicken, zumal die Friesenheimer schon beide Partien gegen starke Teams wie den VfR Frankenthal und den SC Bobenheim-Roxheim hinter sich haben.
Apropos Bobenheim-Roxheim. Gegen diesen Gegner hatte der VfR zuletzt verloren. Das war Mitte August. Am Sonntag gab es einen 5:2-Sieg, obwohl Friesenheim früh 0:2 zurücklag. „Wir sind nicht nervös geworden, haben unsere Marschroute beibehalten und an unsere Stärke geglaubt“, erklärt Maric. Schnell hatte der VfR den Ausgleich erzielt und legte in der zweiten Halbzeit drei Treffer nach.

Es gibt einige Punkte, die durchaus für die Friesenheimer sprechen. Da ist einmal der breite Kader. „Unser Innenverteidiger Jakob Tavernier fehlt schon seit vielen Wochen wegen einer Knieverletzung. Dafür spielt im Moment Jürgen Linz und macht seine Sache gut“, nennt der Trainer ein Beispiel. Und wenn ein Mann wie Toni Butz mal fehlt, dann treffen eben Torjäger Kevin Weber und Mladen Pranjic. „Dazu greife ich oft auf Spieler aus der Reserve zurück“, verdeutlicht Maric. Etwa auf den jungen Yasin Par, der als linker Außenverteidiger gefiel.

Thimo Boos hat sich mit zwei Toren in 22 Minuten Einsatzzeit nach einem Bandenscheibenvorfall eindrucksvoll zurückgemeldet. „Wir können Ausfälle verkraften und sind mannschaftlich geschlossen, obwohl wir auch starke Einzelspieler wie etwa Yilmaz Tekin oder Manuel Schieß haben“, freut sich der Übungsleiter. Und Maric selbst? „Ich lasse lieber die Jüngeren spielen, zumal wir auf meiner Position gut besetzt sind“, sagt er.

Quelle: “Die Rheinpfalz”, 5. Dezember 2017